04.24 Auf zur "Schönen Aussicht"

Veröffentlicht am 3. November 2024 um 08:26

Heute ist Allerheiligen, ein Feiertag (zumindest in den überwiegend katholischen Bundesländern). Was macht man also? Genau, man geht wandern!

Da für Sonntag noch eine Tour geplant ist und meine Trainerin morgen auch wandern geht, haben wir uns dieses Mal aber für eine entspannte Tour entschieden.

Hier die Tourdaten aus Komoot:

Keine wirklich dramatischen Steigungen und auch die Länge ist im Grunde entspannt.

Es sollte zwar etwas frisch sein (max. 12 Grad) aber dafür auch trocken - aber wieder neblig. Großartige Aussichten würden also mal wieder nicht möglich sein...

Zum Start am Bahnhof in Neuhaus (Pegnitz) war die Motivation irgendwo noch nicht so ganz vorhanden - aber hilft ja nichts! Rucksack geschultert und los gehts...

Nach den ersten paar hundert Metern wurden wir dann von ein paar neuen tierischen Freunden begrüsst. Die beiden Kangal (türkische Hirtenhunde) waren vermutlich etwas unterfordert, da ihre Aufgabe darin bestand, eine Handvoll Gänse zu hüten. Da wir ja auch nicht unbedingt bedrohlich wirken und uns ohnehin ein hoher Zaun von den Gänsen (und den Hunden) getrennt hat, sind die beiden vermutlich aus purer Langeweile zu uns getrottet und haben uns interessiert beobachtet.

Weiter ging es für einige Zeit im Wechsel durch Wälder und über Felder. Hier ein paar Impressionen.

Natürlich dürfen die für diese Landschaft obligatorischen Felsen undFelsformationen auch nicht fehlen.

Die Anstiege hielten sich bei dieser Tour wirklich in Grenzen, die Beine haben bisher noch nicht gebrannt und wir sind sehr gut voran gekommen. Notiz an mich: ich sollte mir gelegentlich mal die Zwischenzeiten ansehen und notieren.

Irgendwann wurde es dann auch etwas spektakulärer.

Bei dieser Tour ist uns nur ein Felsturm begegnet – und dann lagen nicht einmal Steine in der Nähe herum, um ihn zu erweitern…

Und weiter ging es durch den Wald und vorbei an seinen Felsen.

Hier die etwas bekanntere Formation, die „zwei Brüder“:

Kommen wir jetzt zu der, diesem Beitrag seinen Namen gebenden, „Schönen Aussicht“. Das am Boden liegende Hinweisschild und der handschriftliche Zusatz waren eigentlich schon ein Zeichen, sich den Weg sparen zu können …

… aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Dementsprechend habe ich mich dann (alleine) auf den Weg gemacht…

Der Weg zur Aussicht war noch ganz nett…

Doch nun erblickt die schöne Aussicht:

Naja… Offensichtlich sind die Bäume schneller gewachsen als gedacht. Aber nützt ja nichts, also weiter (bzw. erstmal zurück) gehts.

Wir haben uns dann entschieden, ein bisschen von der Route abzuweichen, um uns noch eine kleine Höhle anzusehen. Hier gab es dann tatsächlich mal einen zumindest etwas anstrengenderen Anstieg. Aber natürlich nichts, was die erprobten und trainierten Wandererbeine wirklich herausgefordert hätte!

Nicht nur die Stapeltürme glänzten bei dieser Tour mit Abwesenheit, auch Pilze waren rar gesät – bis zu diesem Moment habe ich nicht einen gesehen, maximal ein paar zerstörte Reste. Aber wenigstens an zwei Stellen konnte ich jetzt welche finden, die ein Foto wert waren…

An einem kleinen Weiher haben wir dann die erste (und einzige) Rast gemacht. Nach einiger Zeit haben wir dann aber festgestellt, dass wir die Temperaturen offensichtlich deutlich überschätzt haben – beim nahezu bewegungslosen Sitzen ist es ziemlich kalt geworden! Ab sofort muss als mehr bzw. wärmenderes angezogen werden!

Nach der Rast ging es dann weiter über Felder, vorbei an einer hübschen Kapelle und einem außergewöhnlichen Gartenhaus, bis wir zum Abschluss noch einmal tierischen Freunden begegnet sind: ein paar misstrauischen Ziegen und einem Schwan.

Wieder zurück in Neuhaus konnten wir dann noch einen Blick auf die (leider stellenweise verhüllte) Burg riskieren.

Und damit ist auch diese Tour beendet. Sie war wirklich nicht fordernd und schnell vorbei, hat aber trotzdem viel Spaß gemacht – es muss ja nicht jedes Mal bis an die Grenzen gehen! 

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