Wanderung: Von Bischofsgrün auf Schneeberg und Nußhardt
Strecke: 21,21 km
Höhenmeter: 567
Gesamtzeit: 5:53
Highlights: Die Aussicht vom Schneeberg und die verschneite Landschaft
Nachdem der Januar mittlerweile zur Hälfte rum ist, sollte auch für mich endlich mal das Wanderjahr starten! Leider waren ich bei den letzten beiden Touren meiner Wandergruppe krank.
Dementsprechend hart sollte es aber heute auch für mich werden - die erste Wanderung nach vier Wochen und erst vor circa einer Woche richtig genesen, das könnte hart werden.
Wir (Andreas, Angelina und ich) haben uns für das Fichtelgebirge entschieden, da hier die Chance auf eine schöne, verschneite Winterlandschaft noch am größten gewesen ist, zumindest in der Region (also Franken).
Nach etwas über einer Stunde Anfahrt ging es dann auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt los, natürlich warm eingepackt und mit warmen Tee und warmer Suppe im Gepäck!
Es ging dann auch sofort den Berg rauf und nach wenigen Metern habe ich meine schlechte Form gespürt - und das, obwohl hier noch nicht einmal großartig Schnee lag!
Nach einiger Zeit wurde der Schnee aber mehr und auch die Wege wurden "schlechter". "Schlecht" im Sinne von: eingeschneit und stellenweise richtig glatt!
Der Schwierigkeitsgrad und die Anstrengung sind dadurch natürlich direkt noch einmal gestiegen, da man ständig seine Schritte ausgleichen musste und aufgepasst hat, sich nicht in die Horizontale zu begeben. Im Laufe der Tour haben wir auch alle die ein oder andere Pirouette gedreht, aber (Spoiler) wir haben es alle geschafft, ohne blaue Flecken oder Brüche davon zu kommen.
Der erste Teil der Tour rauf auf den Schneeberg wurde dann auch immer abenteuerlicher. Die meiste Zeit ging es entweder über Wege die im Grunde nur aus Eisflächen bestanden oder über tief verschneite Wege, bei denen das Eis dann unter der Schneedecke gelauert hat. So schön die Umgebung und der Klang des "brechenden" Schnees auch war, die Vorstellung von brechenden Knochen war es weniger...
Und mein Fitnesslevel war auch nicht unbedingt hilfreich, jeder Schritt war anstrengender als der vorherige.
Aber Jammern hilft ja auch nicht weiter und Aufgeben ist bei einer Wanderung ohnehin keine wirkliche Option.
Irgendwann war es aber dann geschafft, und wir konnten die Aussicht vom Backöfele genießen!
Sehr oft hatte ich da oben absolut keine Aussicht, dementsprechend war das gestern schon ein echtes Highlight!
Auf der anderen Seite ging es dann direkt wieder in den Wald und den Berg runter in Richtung Nußhardt und dann Seehaus, wo wir unsere Rast machen wollten.
Der Wald und die Wege wurden auch immer winterlicher und verschneiter, dementsprechend wurde es auch immer schöner und anstrengender.
Das Seehaus war zwar geöffnet und auch sehr gut besucht, aber wir hatten ja unsere Verpflegung dabei und die Apres-Ski-Musik die uns entgegen geschallt ist, hat unsere Entscheidung auch mit beeinflusst - ist halt nicht für jeden was!
Die Suppe aus meinem Mammutmarsch-Becher und der heiße Tee aus der Pumuckeltasse waren zu dem Zeitpunkt auch bitter nötig, um sich von innen wieder zu motivieren.
Die Pause an sich war für die Körpertemperatur eher schlecht, da mir nach der Rast deutlich kälter war als vorher.
Aber keine Sorge, durch die mehr als nur halsbrecherischen Wege und die damit verbundene Anstrengung war ich bald wieder auf Touren...
Wir haben dann noch einen Abstecher zum Fichtelsee gemacht, der komplett zugefroren wirkte. Allerdings nicht dick genug, um eine Überquerung zu versuchen. Hier habe ich auch irgendwie vergessen Fotos zu machen, vermutlich weil ich einfach zu sehr mit Überleben beschäftigt war.
Nachdem wir dann noch ein paar Kilometer über teils unberührte, verschneite Wege zurückgelegt hatten, war das Auto endlich in Sicht und meine erste Wanderung in 2026 geschafft und verletzungsfrei überstanden!
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